Energieausweis & Recht
DIN 1946-6 (Lüftungskonzept)
Die DIN 1946-6 ist die technische Norm, nach der bei Sanierung und Neubau geprüft wird, ob ein Lüftungskonzept notwendig ist, um Feuchteschäden durch dichte Gebäudehüllen zu vermeiden.
Auch: Lüftungsnorm, Lüftungskonzept-Pflicht
Nach der DIN 1946-6 ist bei Neubau und bei Modernisierungen, die die Gebäudehülle deutlich dichter machen, etwa Fenstererneuerung oder Dachsanierung, zu prüfen, ob lüftungstechnische Maßnahmen nötig sind. Hintergrund: Je dichter die Gebäudehülle nach der Sanierung, desto weniger Feuchte entweicht unkontrolliert über Fugen, das Risiko für Schimmelpilz steigt. Die Norm unterscheidet vier Lüftungsstufen (Feuchteschutz, reduzierte Lüftung, Nennlüftung, Intensivlüftung) und zeigt, welche Lösung zum Gebäude passt: freie Lüftung, dezentrale Geräte oder eine kontrollierte Wohnraumlüftung. Bei BEG-geförderten Maßnahmen, die die Luftdichtheit erhöhen, etwa ein Fenstertausch, ist ein Lüftungskonzept Pflicht (Stand 29.09.2026). Mehr dazu im Ratgeber Lüftungskonzept nach DIN 1946-6: Wann es nötig ist.
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