
Lexikon
Energiebegriffe einfach erklärt
Von A wie Amortisation bis Z wie Zwischensparrendämmung, die wichtigsten Begriffe der Energieberatung.
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A
AfA (Absetzung für Abnutzung)
Die AfA ist die steuerliche Abschreibung, mit der Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Gebäudes über die Nutzungsdauer verteilt steuermindernd geltend gemacht werden.
Amortisation
Die Amortisation gibt an, nach welcher Zeit sich die Investition in eine energetische Maßnahme durch die eingesparten Energiekosten finanziell ausgezahlt hat.
Arbeitshilfe des BMF (Kaufpreisaufteilung)
Die Arbeitshilfe des Bundesfinanzministeriums ist ein Berechnungsschema, mit dem der Kaufpreis einer Immobilie rechnerisch auf Grund und Boden sowie das Gebäude aufgeteilt wird, um die AfA-Bemessungsgrundlage zu ermitteln.
Aufsparrendämmung
Die Aufsparrendämmung verlegt die Dämmschicht durchgehend oberhalb der Dachsparren und vermeidet dadurch Wärmebrücken an den Sparren.
Austauschpflicht für Heizkessel (seit Juli 2026 entfallen)
Die Austauschpflicht verbot den Weiterbetrieb bestimmter Heizkessel nach 30 Betriebsjahren. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, früher GEG) ist sie zum 29. Juli 2026 entfallen.
Autarkiegrad
Der Autarkiegrad gibt an, welcher Anteil des gesamten Stromverbrauchs eines Haushalts durch die eigene Photovoltaikanlage gedeckt wird.
B
BAFA
Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) bewilligt und zahlt Fördermittel für Energieberatung und energetische Einzelmaßnahmen an Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie Effizienzmaßnahmen in Unternehmen aus.
Balkonkraftwerk
Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine, meist steckerfertige Photovoltaikanlage mit ein bis zwei Modulen, die ohne größeren Installationsaufwand direkt Strom für den Haushalt liefert.
Batteriespeicher
Ein Batteriespeicher puffert überschüssigen Solarstrom vom Tag und stellt ihn abends oder nachts wieder bereit, wodurch sich der Eigenverbrauchsanteil einer Photovoltaikanlage deutlich erhöht.
Bedarfsausweis
Der Bedarfsausweis ist eine Variante des Energieausweises, die den Energiebedarf eines Gebäudes rechnerisch aus Bauteilen und Anlagentechnik ermittelt, unabhängig vom tatsächlichen Nutzerverhalten.
BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude)
Die BEG bündelt die staatliche Förderung für die energetische Sanierung bestehender Gebäude in Form von Zuschüssen und Krediten, aufgeteilt in Einzelmaßnahmen (EM) und Wohn-/Nichtwohngebäude (WG/NWG), der Neubau wird separat über das KfW-Programm Klimafreundlicher Neubau gefördert.
BEG-Einzelmaßnahmen (BEG EM)
BEG-Einzelmaßnahmen sind einzelne energetische Maßnahmen an Gebäudehülle oder Anlagentechnik, die im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude über BAFA oder KfW bezuschusst werden.
Bestätigung nach Durchführung (BnD)
Die Bestätigung nach Durchführung bescheinigt nach Abschluss der Bauarbeiten, dass eine geförderte Maßnahme fachgerecht umgesetzt wurde, und ist Voraussetzung für die Auszahlung der Förderung.
Bestätigung zum Antrag (BzA)
Die Bestätigung zum Antrag ist ein von einer Energieeffizienz-Expertin oder einem Experten ausgestellter Nachweis, der die geplante Maßnahme vor Antragstellung fachlich bestätigt.
Bivalenzpunkt
Der Bivalenzpunkt ist die Außentemperatur, ab der eine Wärmepumpe die Heizlast eines Gebäudes allein nicht mehr vollständig deckt und ein zweiter Wärmeerzeuger zuschaltet.
Blower-Door-Test
Der Blower-Door-Test misst mit einem Ventilator in der Gebäudehülle, wie luftdicht ein Haus tatsächlich gebaut ist, und deckt Leckagen an Fenstern, Anschlüssen und Durchdringungen auf.
Bodenrichtwert
Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Lagewert für unbebauten Grund je Quadratmeter, ermittelt vom Gutachterausschuss und Grundlage vieler Wertermittlungen.
Brauchwasser-Wärmepumpe
Die Brauchwasser-Wärmepumpe erwärmt ausschließlich das Trinkwarmwasser, meist mit der Raum- oder Abluft als Wärmequelle, unabhängig von der eigentlichen Heizungsanlage.
Brennwerttechnik
Brennwerttechnik nutzt zusätzlich zur Verbrennungswärme auch die im Abgas enthaltene Kondensationswärme des Wasserdampfs und erreicht dadurch einen höheren Wirkungsgrad als klassische Heizkessel.
C
CO2-Preis
Der CO2-Preis bepreist den Ausstoß von Treibhausgasen beim Verbrennen fossiler Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl und macht fossiles Heizen dadurch teurer.
COP (Leistungszahl)
Der COP (Coefficient of Performance) gibt an, wie viel Wärme eine Wärmepumpe unter genormten Prüfbedingungen je eingesetzter Kilowattstunde Strom erzeugt, er ist ein Momentanwert, kein Jahreswert.
D
Dachdämmung
Die Dachdämmung senkt Wärmeverluste über das Dach und wird je nach Konstruktion als Aufsparren-, Zwischensparren-, Untersparren- oder Geschossdeckendämmung ausgeführt.
Dampfbremse und Dampfsperre
Eine Dampfbremse oder Dampfsperre begrenzt, wie viel Wasserdampf von innen in eine Bauteilkonstruktion eindringt, und schützt so vor Feuchteschäden.
dena (Deutsche Energie-Agentur)
Die dena ist die Deutsche Energie-Agentur des Bundes. Sie führt unter anderem die Energieeffizienz-Expertenliste und setzt die Standards für den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP).
Denkmalschutz und energetische Sanierung
Bei denkmalgeschützten Gebäuden müssen energetische Sanierungsmaßnahmen mit dem Erhalt der historischen Bausubstanz und Fassade abgestimmt werden, teils mit Ausnahmen von den Anforderungen des GModG (früher GEG).
Dezentrale Lüftung
Dezentrale Lüftungsgeräte sitzen direkt in der Außenwand einzelner Räume und tauschen dort ohne Kanalnetz verbrauchte gegen frische Luft aus, meist im Wechsel mit Wärmerückgewinnung.
Diffusionsoffen
Diffusionsoffene Bauteile lassen Wasserdampf von innen nach außen entweichen, ohne dass sich Feuchtigkeit in der Konstruktion staut. Der Begriff beschreibt die Fähigkeit eines Materials, Wasserdampf durchzulassen.
DIN 1946-6 (Lüftungskonzept)
Die DIN 1946-6 ist die technische Norm, nach der bei Sanierung und Neubau geprüft wird, ob ein Lüftungskonzept notwendig ist, um Feuchteschäden durch dichte Gebäudehüllen zu vermeiden.
DIN 4108-2 (Sommerlicher Wärmeschutz)
Die DIN 4108-2 legt Mindestanforderungen an den Wärmeschutz fest, im Winter (Mindestwärmeschutz, Schimmelvermeidung) wie im Sommer (Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes).
DIN EN 12831 (Heizlast)
Die DIN EN 12831 ist die technische Norm zur Berechnung der Heizlast eines Gebäudes und bildet die rechnerische Grundlage für Auslegung und Optimierung der Heizungsanlage.
DIN V 18599
DIN V 18599 ist das Rechenverfahren zur energetischen Bewertung von Gebäuden, das Heizung, Kühlung, Lüftung, Warmwasser und Beleuchtung gemeinsam betrachtet und für Wohn- und Nichtwohngebäude angewendet wird.
Dreifachverglasung
Dreifachverglasung besteht aus drei Glasscheiben mit zwei gasgefüllten Zwischenräumen und erreicht deutlich niedrigere U-Werte als zweifach verglaste Fenster.
Dynamischer Stromtarif
Ein dynamischer Stromtarif orientiert sich stundenweise am Börsenstrompreis, sodass der Verbrauch gezielt in günstige Zeiten verlagert werden kann.
E
Effizienzhaus
Der Effizienzhaus-Standard beschreibt das energetische Niveau eines Gebäudes. Je kleiner die Kennzahl (z. B. 40, 55, 70), desto weniger Energie benötigt das Haus im Vergleich zum Referenzgebäude.
Eigenverbrauch
Eigenverbrauch bezeichnet den Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, der direkt im eigenen Haushalt oder Betrieb genutzt wird, statt ins Netz eingespeist zu werden.
Einblasdämmung
Die Einblasdämmung füllt Hohlräume wie Mauerwerk oder Sparrenfelder maschinell mit losem Dämmstoff, ohne die Verkleidung zu öffnen.
Einkommensbonus (Heizungsförderung)
Der Einkommensbonus erhöht die KfW-Heizungsförderung für selbstnutzende Eigentümer:innen je nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen gestaffelt um 40, 30 oder 10 Prozentpunkte (Einkommen bis 30.000, 40.000 oder 50.000 Euro, mit Kind jeweils 10.000 Euro mehr).
Einspeisevergütung
Die Einspeisevergütung ist die gesetzlich festgelegte Vergütung nach dem EEG, die Betreiber einer Photovoltaikanlage für ins öffentliche Netz eingespeisten Strom erhalten.
Endenergie
Endenergie ist die Energiemenge, die beim Verbraucher ankommt und für Heizung, Warmwasser oder Strom tatsächlich genutzt wird, ohne Berücksichtigung vorgelagerter Erzeugungsverluste.
Endenergiebedarf
Der Endenergiebedarf ist die Energiemenge, die ein Gebäude rechnerisch für Heizung, Warmwasser, Lüftung und gegebenenfalls Kühlung benötigt, einschließlich der Verluste der Heiztechnik, aber ohne vorgelagerte Verluste bei Gewinnung und Transport des Energieträgers.
Energetische Baubegleitung
Die energetische Baubegleitung ist die fachliche Kontrolle und Dokumentation einer Sanierung durch unabhängige Energieberater:innen, häufig Voraussetzung für Fördermittel bei umfangreicheren Maßnahmen.
Energetische Sanierung
Die energetische Sanierung umfasst bauliche und anlagentechnische Maßnahmen, mit denen der Energiebedarf eines Bestandsgebäudes gesenkt wird, etwa Dämmung, neue Fenster oder ein effizienteres Heizsystem.
Energieausweis
Der Energieausweis dokumentiert die energetische Qualität eines Gebäudes und ist bei Verkauf, Vermietung und Neubau nach dem GModG (früher GEG) vorgeschrieben. Es gibt Bedarfs- und Verbrauchsausweise.
Energieberater
Ein Energieberater analysiert den energetischen Zustand von Gebäuden und entwickelt Sanierungs- und Fördermaßnahmen. Für staatlich geförderte Leistungen wie den iSFP ist eine Listung als Energieeffizienz-Experte bei der dena Voraussetzung.
Energieberatung für Wohngebäude (EBW)
Die Energieberatung für Wohngebäude (EBW) ist das BAFA-Förderprogramm für die Vor-Ort-Energieberatung an Wohngebäuden. Ergebnis der geförderten Beratung ist immer ein individueller Sanierungsfahrplan.
Energieeffizienz-Experte
Ein Energieeffizienz-Experte ist ein bei der dena gelisteter Energieberater, dessen Qualifikation für staatlich geförderte Leistungen wie den iSFP oder die energetische Baubegleitung anerkannt ist.
Energieeffizienzklasse
Die Energieeffizienzklasse ordnet ein Gebäude anhand seines Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs in eine Skala von A+ bis H ein und macht die energetische Qualität auf dem Energieausweis auf einen Blick vergleichbar.
EnEV (Vorgänger des GEG)
Die Energieeinsparverordnung war bis 2020 das zentrale deutsche Regelwerk für energetische Mindeststandards und wurde durch das GEG abgelöst.
EPS-Dämmung (Styropor)
Die EPS-Dämmung, umgangssprachlich Styropor, ist ein günstiger Dämmstoff aus expandiertem Polystyrol und wird vor allem im WDVS an der Fassade eingesetzt.
Erdwärmepumpe (Sole-Wasser)
Die Erdwärmepumpe (Sole-Wasser-Wärmepumpe) nutzt über Erdsonden oder Flächenkollektoren die im Erdreich gespeicherte Wärme und liefert dadurch ganzjährig stabile Quellentemperaturen.
Ertragswertverfahren
Das Ertragswertverfahren ermittelt den Immobilienwert auf Basis der nachhaltig erzielbaren Miet- oder Pachterträge und eignet sich vor allem für vermietete Objekte.
Etagenheizung
Eine Etagenheizung ist eine eigenständige Heizanlage für eine einzelne Wohnung, meist eine Gastherme, im Unterschied zur Zentralheizung für das gesamte Gebäude.
F
Fassadendämmung
Die Fassadendämmung bringt eine durchgehende Dämmschicht auf die Außenwand auf, meist als Wärmedämmverbundsystem, und verbessert den U-Wert deutlich.
Fernwärme
Fernwärme ist zentral erzeugte Wärme, die über ein Rohrleitungsnetz zu den angeschlossenen Gebäuden transportiert und dort über eine Hausübergabestation ins Heizsystem eingespeist wird.
Feuchteschutz
Feuchteschutz umfasst alle baulichen und lüftungstechnischen Maßnahmen, die verhindern, dass Bauteile durch eindringende oder kondensierende Feuchte dauerhaft geschädigt werden.
Flächenheizung
Eine Flächenheizung gibt Wärme großflächig über Boden, Wand oder Decke per Strahlungswärme ab und arbeitet dadurch mit deutlich niedrigeren Vorlauftemperaturen als klassische Heizkörper.
Förderfähige Kosten
Förderfähige Kosten sind der Teil der Sanierungs- oder Beratungsausgaben, auf den sich der Fördersatz eines Programms wie der BEG tatsächlich bezieht, oft gedeckelt durch eine Höchstsumme je Maßnahme oder Wohneinheit.
Fußbodenheizung
Die Fußbodenheizung ist die verbreitetste Form der Flächenheizung: Heizrohre werden im Estrich verlegt und geben die Wärme gleichmäßig über die gesamte Bodenfläche ab.
G
g-Wert (Verglasung)
Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) gibt an, wie viel Sonnenenergie durch ein Fenster ins Gebäude gelangt. Er ist zentral für sommerlichen Wärmeschutz und passive Solargewinne im Winter.
Gastherme
Eine Gastherme ist ein meist wandhängendes Gasheizgerät, das Heizwärme und häufig auch Warmwasser bereitstellt, bei neuen Geräten mit Brennwerttechnik.
GEG (Gebäudeenergiegesetz), jetzt GModG
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) heißt seit dem 29. Juli 2026 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Es bündelt die energetischen Anforderungen an Gebäude in Deutschland, u. a. zu Neubaustandards, Heizungen und dem Energieausweis.
Glaser-Verfahren
Das Glaser-Verfahren ist eine vereinfachte Berechnungsmethode, mit der geprüft wird, ob in einem Bauteil Tauwasser entsteht und wieder austrocknen kann.
Gleichwertigkeitsnachweis
Der Gleichwertigkeitsnachweis belegt, dass Anschlussdetails den Musterdetails der DIN 4108 Beiblatt 2 entsprechen, und reduziert damit den pauschalen Wärmebrückenzuschlag.
Graue Energie
Graue Energie ist die Energiemenge, die für Herstellung, Transport, Einbau und spätere Entsorgung eines Baustoffs oder Bauteils aufgewendet wird, unabhängig vom Gebäudebetrieb.
Gründerzeitaltbau (energetisch)
Gründerzeitaltbauten aus der Zeit von etwa 1870 bis 1918 haben massive Ziegelwände und hohe Räume, was bei der energetischen Sanierung besondere Lösungen für Dämmung und Feuchteschutz erfordert.
H
Heizkurve
Die Heizkurve regelt, mit welcher Vorlauftemperatur die Heizungsanlage abhängig von der Außentemperatur arbeitet, eine korrekt eingestellte Kurve spart spürbar Energie.
Heizlast
Die Heizlast ist die Wärmeleistung, die ein Gebäude oder Raum benötigt, um bei Auslegungstemperatur eine gewünschte Innentemperatur zu halten. Sie wird nach DIN EN 12831 berechnet.
Heizstab
Ein Heizstab ist ein elektrischer Zusatzheizer, der in Wärmepumpen und Pufferspeichern an sehr kalten Tagen oder bei Spitzenlast unterstützend Wärme erzeugt.
Heizungsprüfung nach GModG (früher GEG)
Die Heizungsprüfung nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, früher GEG) ist eine gesetzlich vorgeschriebene Inspektion bestehender Heizanlagen in Gebäuden ab sechs Wohnungen, die Einsparpotenziale bei Einstellung und Regelung der Anlage aufdeckt.
Heizwert und Brennwert
Heizwert und Brennwert beschreiben, wie viel Energie ein Brennstoff bei der Verbrennung freisetzt, wobei der Brennwert zusätzlich die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Kondensationswärme einbezieht.
Hocheffizienzpumpe
Eine Hocheffizienzpumpe ist eine elektronisch geregelte Umwälzpumpe, die ihre Förderleistung automatisch an den tatsächlichen Bedarf anpasst und dadurch deutlich weniger Strom verbraucht als alte, ungeregelte Pumpen.
Holzfaserdämmung
Die Holzfaserdämmung ist ein nachwachsender Dämmstoff aus Sägeresten mit guter Wärmespeicherung und wird besonders für den sommerlichen Hitzeschutz geschätzt.
Hybridheizung
Eine Hybridheizung kombiniert zwei Wärmeerzeuger, meist eine Wärmepumpe mit einem bestehenden Gas- oder Ölkessel, die je nach Außentemperatur automatisch zu- und abgeschaltet werden.
Hydraulischer Abgleich
Beim hydraulischen Abgleich werden die Volumenströme im Heizsystem so eingestellt, dass jeder Heizkörper genau die benötigte Wärmemenge erhält, für gleichmäßige Wärme und minimalen Verbrauch.
I
IBB (Investitionsbank Berlin)
Die IBB ist die Förderbank des Landes Berlin. Sie reicht KfW-Kredite aus, verbilligt sie für Vermieter:innen teils zusätzlich und betreut Landeszuschüsse wie SolarPLUS.
ILB (Investitionsbank Brandenburg)
Die ILB ist die Förderbank des Landes Brandenburg und stellt ergänzend zu BAFA- und KfW-Programmen eigene Landesmittel für energetische Sanierung und Wohnraumförderung bereit.
Innendämmung
Die Innendämmung dämmt Außenwände von innen, etwa wenn eine Fassadendämmung nicht möglich ist, und erfordert eine sorgfältige Planung von Taupunkt und Dampfbremse.
iSFP (Individueller Sanierungsfahrplan)
Der individuelle Sanierungsfahrplan ist ein von der dena standardisiertes Beratungsinstrument, das energetische Sanierungsmaßnahmen in sinnvoller Reihenfolge und aufeinander abgestimmt darstellt.
iSFP-Bonus
Der iSFP-Bonus erhöht die BAFA-Förderung energetischer Einzelmaßnahmen um 5 Prozentpunkte, wenn die Maßnahme Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans ist. Seit 21.07.2026 gilt er nur für den Kostenanteil über 30.000 Euro je Antrag (eine Wohneinheit).
J
JAZ (Jahresarbeitszahl)
Die Jahresarbeitszahl beschreibt das Verhältnis aus abgegebener Wärme zu eingesetztem Strom einer Wärmepumpe über ein Jahr. Je höher die JAZ, desto effizienter die Anlage.
Jung kauft Alt
Jung kauft Alt (KfW 308) ist ein zinsverbilligter KfW-Förderkredit für Familien mit Kindern, die eine energetisch schlechte Bestandsimmobilie kaufen und innerhalb von 54 Monaten sanieren.
K
Kältemittel
Kältemittel transportieren in Wärmepumpen die Wärme zwischen Wärmequelle und Heizsystem, ihre Umweltwirkung wird über das Treibhauspotenzial (GWP) bewertet.
Kaufpreisaufteilung
Die Kaufpreisaufteilung teilt den Gesamtkaufpreis einer Immobilie in einen Anteil für Grund und Boden sowie einen Anteil für das Gebäude, als Basis für die AfA.
Kellerdeckendämmung
Die Kellerdeckendämmung dämmt die Decke zum unbeheizten Keller von unten und zählt zu den wirtschaftlichsten energetischen Einzelmaßnahmen.
Kerndämmung
Die Kerndämmung füllt die Luftschicht im zweischaligen Mauerwerk nachträglich mit Dämmstoff und verbessert so den U-Wert der Außenwand ohne aufwendige Fassadenarbeiten.
KfW
Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vergibt Kredite und Zuschüsse für Heizungstausch und Effizienzhaus-Sanierungen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude.
KfW 261
KfW 261 ist der Förderkredit der KfW für die Sanierung von Wohngebäuden zum Effizienzhaus, kombiniert aus zinsgünstigem Darlehen und Tilgungszuschuss.
KfW 458 (Heizungsförderung)
KfW 458 ist das Zuschussprogramm der KfW für den Austausch alter Heizungen gegen klimafreundliche Systeme wie Wärmepumpen, mit 30 % Grundförderung und mit Einkommensbonus bis zu 70 % der förderfähigen Kosten (bei niedrigem Einkommen bis zu 80 %).
Kilowattstunde (kWh)
Die Kilowattstunde ist die gebräuchliche Maßeinheit für Energieverbrauch und -erzeugung und entspricht der Energiemenge von 1.000 Watt Leistung über eine Stunde.
Klimageschwindigkeitsbonus
Der Klimageschwindigkeitsbonus ist ein Zuschlag der KfW-Heizungsförderung für den frühzeitigen Austausch funktionstüchtiger fossiler Heizungen gegen klimafreundliche Systeme.
Kommunale Wärmeplanung
Die kommunale Wärmeplanung ist ein gesetzlich vorgeschriebener, für Eigentümer:innen unverbindlicher Plan von Städten und Gemeinden, der zeigt, welche Gebiete voraussichtlich mit Fernwärme, Wasserstoff oder dezentralen Lösungen wie Wärmepumpen versorgt werden.
Kondenswasser
Kondenswasser entsteht, wenn feuchte Luft an einer kühlen Oberfläche unter den Taupunkt abkühlt und der enthaltene Wasserdampf dort als Flüssigkeit ausfällt.
Konstanttemperaturkessel
Ein Konstanttemperaturkessel ist ein älterer Heizkessel, der unabhängig vom aktuellen Wärmebedarf dauerhaft auf hoher Temperatur gehalten wird und dadurch hohe Bereitschaftsverluste verursacht.
Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL)
Die kontrollierte Wohnraumlüftung tauscht über ein zentrales oder dezentrales Lüftungssystem automatisch verbrauchte gegen frische Luft aus und gewinnt dabei einen Großteil der Wärme zurück.
Kumulierungsverbot
Das Kumulierungsverbot bezeichnet die Regeln, die eine Mehrfachförderung derselben Kosten begrenzen oder für bestimmte Programmkombinationen ganz ausschließen.
kWp (Kilowatt-Peak)
kWp (Kilowatt-Peak) ist die Maßeinheit für die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter genormten Testbedingungen und dient als Grundlage für die Anlagenauslegung.
L
Luft-Wasser-Wärmepumpe
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und gibt sie über einen Kältemittelkreislauf an das Heizsystem ab. Sie ist unkompliziert zu installieren und deshalb die am weitesten verbreitete Wärmepumpenart.
Luftdichtheit
Luftdichtheit beschreibt, wie gut die Gebäudehülle unkontrollierte Luftströmungen durch Fugen und Anschlüsse verhindert. Sie wird über den n50-Wert im Blower-Door-Test gemessen.
M
Marktstammdatenregister
Das Marktstammdatenregister ist das amtliche Register der Bundesnetzagentur, in dem alle Strom- und Gaserzeugungsanlagen, darunter Photovoltaikanlagen, angemeldet werden müssen.
Mieterstrom
Mieterstrom bezeichnet ein Modell, bei dem Solarstrom vom Dach eines Mehrfamilienhauses direkt an die Mieter im Gebäude geliefert und vergünstigt abgerechnet wird.
Mineralwolle
Mineralwolle ist ein aus Glas oder Gestein gesponnener, nicht brennbarer Dämmstoff und der meistverwendete Dämmstoff in Deutschland.
Modernisierungsumlage
Die Modernisierungsumlage erlaubt Vermietern, einen Teil der Kosten für energetische und andere Modernisierungsmaßnahmen über eine Mieterhöhung auf die Mieter umzulegen.
Monoblock-Wärmepumpe
Bei der Monoblock-Wärmepumpe befindet sich der gesamte Kältemittelkreislauf in einem Außengerät, ins Haus führen nur wassergefüllte Leitungen.
N
n50-Wert
Der n50-Wert gibt an, wie oft die Innenraumluft eines Gebäudes pro Stunde durch Leckagen ausgetauscht wird, wenn zwischen innen und außen 50 Pascal Druckdifferenz herrschen. Er ist das Messergebnis des Blower-Door-Tests.
Nachrüstpflichten (GModG)
Nachrüstpflichten verpflichten Eigentümer bestehender Gebäude zu bestimmten Mindeststandards, etwa zur Dämmung der obersten Geschossdecke oder zur Dämmung ungedämmter Heizungsrohre.
Niedertemperatur-Heizkörper
Niedertemperatur-Heizkörper sind speziell vergrößerte oder mit zusätzlichen Konvektionsflächen ausgestattete Heizkörper, die auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen ausreichend Wärme abgeben.
Niedertemperaturkessel
Ein Niedertemperaturkessel arbeitet mit einer variablen, niedrigeren Vorlauftemperatur als ein Konstanttemperaturkessel und verursacht dadurch weniger Bereitschaftsverluste, erreicht aber nicht die Effizienz eines Brennwertkessels.
Nulleinspeisung
Nulleinspeisung bezeichnet den Betrieb einer Photovoltaikanlage so, dass kein Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird, überschüssiger Ertrag wird selbst verbraucht, gespeichert oder abgeregelt.
P
Pelletheizung
Eine Pelletheizung verbrennt gepresste Holzpellets aus Sägeresten in einem automatisch beschickten Kessel und gilt als klimafreundliche, erneuerbare Wärmequelle.
Perimeterdämmung
Die Perimeterdämmung dämmt erdberührte Bauteile wie Kelleraußenwände von außen und schützt zugleich die Abdichtung vor Beschädigung.
Photovoltaik
Photovoltaik wandelt Sonnenlicht über Solarzellen direkt in elektrischen Strom um und ist die Basis jeder Solarstromanlage auf Dach oder Balkon.
Primärenergie
Primärenergie ist die Energiemenge, die insgesamt für die Bereitstellung eines Energieträgers aufgewendet wird, inklusive Gewinnung, Umwandlung und Transport, bewertet mit dem Primärenergiefaktor.
Primärenergiebedarf
Der Primärenergiebedarf bewertet den gesamten Energieaufwand eines Gebäudes einschließlich vorgelagerter Verluste bei Gewinnung, Umwandlung und Transport des Energieträgers.
Psi-Wert
Der Psi-Wert beschreibt in W/(mK), wie viel zusätzliche Wärme über einen konkreten Bauteilanschluss verloren geht, und ist Grundlage der detaillierten Wärmebrückenberechnung.
Pufferspeicher
Ein Pufferspeicher ist ein wärmegedämmter Wasserbehälter, der überschüssige Wärme aus dem Erzeuger kurzfristig speichert und bei Bedarf an das Heizsystem abgibt.
Q
QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude)
Das QNG ist ein staatliches Gütesiegel, das die Nachhaltigkeit eines Gebäudes über den gesamten Lebenszyklus bewertet und Voraussetzung für bestimmte KfW-Förderstufen im Neubau ist.
Querlüftung
Querlüftung nutzt zwei gegenüberliegende oder diagonal versetzte offene Fenster, damit ein Durchzug entsteht und die Raumluft besonders schnell und gründlich ausgetauscht wird.
R
Referenzgebäude
Das Referenzgebäude ist ein rechnerisches Vergleichsgebäude gleicher Geometrie und Nutzung, aus dessen berechnetem Primärenergiebedarf das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, früher GEG) den Höchstwert für das reale Gebäude ableitet.
Relative Luftfeuchte
Die relative Luftfeuchte gibt an, wie viel Wasserdampf die Luft im Verhältnis zur maximal möglichen Menge bei der aktuellen Temperatur enthält, und ist ein zentraler Wert für gesundes Wohnklima.
Restnutzungsdauer
Die Restnutzungsdauer beschreibt die Anzahl an Jahren, die ein Gebäude bei üblicher Instandhaltung voraussichtlich noch wirtschaftlich nutzbar ist.
S
Sachwertverfahren
Das Sachwertverfahren ermittelt den Immobilienwert aus Bodenwert und den Herstellungskosten des Gebäudes abzüglich Alterswertminderung und eignet sich vor allem für selbstgenutzte Objekte.
Schimmelpilz
Schimmelpilz entsteht in Innenräumen, wenn dauerhaft zu hohe Feuchte auf kühle Oberflächen trifft, und kann die Bausubstanz sowie die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen.
Schwarzschimmel
Schwarzschimmel bezeichnet dunkel gefärbte Schimmelpilzarten in Innenräumen, deren Sporen bei anhaltendem Kontakt Atemwege und Schleimhäute besonders belasten können.
SCOP
Der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) beschreibt die durchschnittliche Effizienz einer Wärmepumpe über eine gesamte Heizsaison und mehrere Außentemperaturen, im Gegensatz zum COP als Momentanwert.
sd-Wert
Der sd-Wert (wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke) beschreibt, wie stark ein Bauteil den Durchgang von Wasserdampf bremst, und ist damit das zentrale Maß für Diffusionsoffenheit.
Serielle Sanierung
Serielle Sanierung bezeichnet die energetische Modernisierung von Gebäuden mit vorgefertigten Fassaden- und Dachelementen, die seriell hergestellt und vor Ort montiert werden.
Smart Meter
Ein Smart Meter ist ein digitaler Stromzähler mit Kommunikationseinheit, der Verbrauch und Erzeugung viertelstündlich erfasst und an Netzbetreiber übermittelt.
Smart-Grid-Ready (SG Ready)
Smart-Grid-Ready (SG Ready) ist eine Kennzeichnung für Wärmepumpen, die sich über eine definierte Schnittstelle vom Stromnetz oder von Steuerungssystemen zeitweise hoch- oder herunterregeln lassen.
Solarthermie
Solarthermie nutzt Sonnenenergie über Kollektoren zur direkten Erwärmung von Trinkwasser oder zur Heizungsunterstützung, im Unterschied zur Photovoltaik, die Strom erzeugt.
Sommerlicher Wärmeschutz
Der sommerliche Wärmeschutz verhindert, dass sich Gebäude im Sommer durch Sonneneinstrahlung unzulässig stark aufheizen. Er wird rechnerisch nach DIN 4108-2 nachgewiesen.
Sperrzeiten (Wärmepumpenstrom)
Sperrzeiten sind vom Netzbetreiber festgelegte Zeitfenster, in denen der Stromnetzanschluss einer Wärmepumpe kurzzeitig unterbrochen werden darf, im Ausgleich für einen vergünstigten Wärmepumpentarif.
Split-Wärmepumpe
Bei der Split-Wärmepumpe ist der Kältemittelkreislauf auf ein Außen- und ein Innengerät verteilt, verbunden durch eine Kältemittelleitung.
Steuerbonus nach § 35c EStG
Der Steuerbonus nach § 35c EStG erlaubt Eigentümer:innen selbst genutzter Wohngebäude, 20 % der Kosten energetischer Einzelmaßnahmen über drei Jahre von der Steuerschuld abzuziehen, statt einen Zuschuss zu beantragen.
Stoßlüften
Stoßlüften bedeutet, Fenster für kurze Zeit weit zu öffnen, um die Raumluft komplett auszutauschen, statt sie dauerhaft gekippt zu lassen.
T
Taupunkt
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der Luftfeuchtigkeit kondensiert, und entscheidend für die Beurteilung von Feuchterisiken in Bauteilen.
Thermografie
Die Gebäudethermografie macht mit einer Wärmebildkamera Oberflächentemperaturen sichtbar und zeigt so Wärmebrücken, Dämmlücken und undichte Stellen an der Gebäudehülle.
Thermostatventil
Ein Thermostatventil regelt automatisch den Warmwasserdurchfluss durch einen Heizkörper, um die am Thermostatkopf eingestellte Raumtemperatur konstant zu halten.
Tilgungszuschuss
Der Tilgungszuschuss ist der Anteil eines KfW-Förderkredits, der nach erfolgreichem Abschluss der Maßnahme nicht zurückgezahlt werden muss und die Kreditsumme entsprechend reduziert.
U
U-Wert
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter Bauteilfläche und Kelvin Temperaturdifferenz durch ein Bauteil wie Wand, Dach oder Fenster verloren geht, je niedriger der Wert, desto besser die Dämmung.
Umsetzungshilfe (iSFP)
Die Umsetzungshilfe ist der technische Teil des individuellen Sanierungsfahrplans, der Bauteildaten und Vorgaben so aufbereitet, dass ein ausführender Handwerksbetrieb sie direkt umsetzen kann.
Untersparrendämmung
Die Untersparrendämmung ergänzt eine Zwischensparrendämmung um eine zweite Dämmebene unterhalb der Sparren und schließt so verbleibende Wärmebrücken.
V
Verbrauchsausweis
Der Verbrauchsausweis ermittelt die Energieeffizienz eines Gebäudes aus dem tatsächlichen Verbrauch der letzten drei Abrechnungsjahre (ab 2027: zwei Jahre), witterungsbereinigt.
Verfahren A und B (hydraulischer Abgleich)
Verfahren A und B sind zwei anerkannte Methoden des hydraulischen Abgleichs, wobei Verfahren A eine vereinfachte Schätzung und Verfahren B eine raumweise Heizlastberechnung ist.
Vergleichswertverfahren
Das Vergleichswertverfahren ermittelt den Immobilienwert anhand tatsächlich erzielter Kaufpreise vergleichbarer Objekte und gilt als besonders marktnahe Methode.
Verkehrswert
Der Verkehrswert ist der am Bewertungsstichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbare Marktwert einer Immobilie, unabhängig von persönlichen Verhältnissen.
Verwendungsnachweis
Der Verwendungsnachweis belegt gegenüber dem BAFA nach Abschluss einer geförderten Einzelmaßnahme, dass die bewilligten Mittel zweckgemäß und wie beantragt verwendet wurden.
Volleinspeisung
Volleinspeisung bedeutet, dass der gesamte erzeugte Solarstrom einer Photovoltaikanlage ins öffentliche Netz eingespeist wird, statt vor Ort verbraucht zu werden.
Voreinstellbare Ventile
Voreinstellbare Ventile sind Thermostatventile mit einer zusätzlichen Skala, an der sich der maximale Wasserdurchfluss in Litern pro Stunde exakt einstellen lässt.
Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)
Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) besteht aus einer Dämmschicht auf der Wand, einer Luftschicht zur Hinterlüftung und einer davor montierten Fassadenbekleidung aus Materialien wie Holz, Metall oder Faserzement.
Vorhabenbeginn
Der Vorhabenbeginn ist der förderrechtlich maßgebliche Zeitpunkt, ab dem eine Maßnahme als begonnen gilt, etwa durch einen Vertragsschluss ohne Förderbedingung mit einer Fachfirma, und darf bei den meisten Förderprogrammen nicht vor der Antragstellung liegen.
Vorlauftemperatur
Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers beim Verlassen des Wärmeerzeugers in Richtung Heizkörper oder Fußbodenheizung, sie bestimmt maßgeblich die Effizienz einer Wärmepumpe.
W
Wallbox
Eine Wallbox ist eine fest installierte Ladestation für Elektrofahrzeuge, die schnelleres und sichereres Laden ermöglicht als eine Haushaltssteckdose.
Warme Kante (Fensterrandverbund)
Die warme Kante bezeichnet einen wärmedämmenden Randverbund zwischen den Glasscheiben eines Fensters, der Wärmebrücken und Kondensat am Scheibenrand reduziert.
Wärmebrücke
Eine Wärmebrücke ist eine Stelle der Gebäudehülle mit erhöhtem Wärmeverlust, deren Einfluss nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, früher GEG) in der Energiebilanz berücksichtigt werden muss.
Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert)
Die Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert) beschreibt, wie gut ein Baustoff Wärme leitet, gemessen in Watt pro Meter und Kelvin, je niedriger der Wert, desto besser eignet sich das Material zur Dämmung.
Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe entzieht der Umwelt (Luft, Erdreich, Grundwasser) Wärme und hebt sie mit Strom auf ein nutzbares Temperaturniveau. Sie ist eine effiziente, klimafreundliche Heiztechnik.
Wärmerückgewinnung
Die Wärmerückgewinnung überträgt in Lüftungsanlagen die Wärme der abgeführten Raumluft auf die einströmende Frischluft und senkt so den Heizwärmebedarf spürbar.
Wärmeschutznachweis
Der Wärmeschutznachweis belegt rechnerisch, dass ein Gebäude die Mindestanforderungen an Wärmedämmung nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, früher GEG) und DIN 4108 einhält, oft ergänzt um den sommerlichen Wärmeschutz.
WDVS (Wärmedämmverbundsystem)
Ein WDVS (Wärmedämmverbundsystem) ist ein mehrschichtiger Fassadenaufbau aus Dämmplatten, Armierung und Putz, der direkt auf die Außenwand geklebt oder gedübelt wird und den U-Wert der Fassade deutlich senkt.
Wechselrichter
Der Wechselrichter wandelt den von Photovoltaikmodulen erzeugten Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom um und ist damit das zentrale Steuerelement jeder Solaranlage.
Worst Performing Building (WPB)
Ein Worst Performing Building ist ein energetisch besonders schlechtes Wohngebäude, für dessen Sanierung zum Effizienzhaus die KfW einen zusätzlichen Bonus auf den Tilgungszuschuss gewährt.
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Zellulosedämmung
Die Zellulosedämmung besteht überwiegend aus recyceltem Altpapier und wird meist als Einblasdämmung in Dach und Wand verarbeitet.
Zwischensparrendämmung
Die Zwischensparrendämmung füllt den Raum zwischen den Dachsparren mit Dämmstoff und ist die günstigste Art, ein Dach von innen zu dämmen.

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Firas Hassan, Ihr Ansprechpartner für Berlin und Brandenburg