Gebäudehülle & Bauphysik
Luftdichtheit
Luftdichtheit beschreibt, wie gut die Gebäudehülle unkontrollierte Luftströmungen durch Fugen und Anschlüsse verhindert. Sie wird über den n50-Wert im Blower-Door-Test gemessen.
Auch: Gebäudedichtheit, Luftdichtigkeit
Luftdichtheit verhindert, dass warme Innenluft unkontrolliert durch Fugen, Anschlüsse und Durchdringungen nach außen entweicht. Anders als eine Wärmedämmung wirkt sie nicht gegen Wärmeleitung, sondern gegen Zugluft und Konvektion, die Energieverluste und Bauschäden verursachen können. Gemessen wird die Dichtheit mit dem n50-Wert, ermittelt im Blower-Door-Test. Wird sie bei einem Neubau gemessen und in der Energiebilanz angesetzt, darf der Volumenstrom bei 50 Pascal nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, früher GEG) höchstens das 3-fache des Luftvolumens pro Stunde betragen, mit Lüftungsanlage höchstens das 1,5-fache; bei mehr als 1.500 m³ Luftvolumen gelten Werte bezogen auf die Hüllfläche (Stand 29.09.2026). Durch undichte Stellen strömt zudem feuchte Raumluft in die Konstruktion, wo Tauwasser Schäden verursachen kann. Wird die Gebäudehülle dichter, sollte gleichzeitig eine kontrollierte Wohnraumlüftung mitgeplant werden, um die Raumluftqualität zu sichern. Energie Optimiert führt die Blower-Door-Messung in Berlin und Brandenburg durch und lokalisiert Leckagen. Mehr dazu im Ratgeber Blower-Door-Test: Ablauf, Kosten und was das Ergebnis bedeutet.
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