Gebäudehülle & Bauphysik
Diffusionsoffen
Diffusionsoffene Bauteile lassen Wasserdampf von innen nach außen entweichen, ohne dass sich Feuchtigkeit in der Konstruktion staut. Der Begriff beschreibt die Fähigkeit eines Materials, Wasserdampf durchzulassen.
Auch: dampfdurchlässig
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Diffusionsoffene Bauteile lassen Wasserdampf, der von innen in die Konstruktion eindringt, kontrolliert nach außen entweichen, statt ihn einzuschließen. Wie durchlässig ein Material ist, zeigt der sd-Wert: Werte unter etwa 0,5 Metern äquivalenter Luftschichtdicke gelten als diffusionsoffen. Besonders bei der Innendämmung von Altbauten in Berlin und Brandenburg ist diese Eigenschaft entscheidend, damit Feuchtigkeit nicht in der Wandkonstruktion kondensiert und Schimmel begünstigt. Ob eine geplante Konstruktion diffusionsoffen genug ist, klärt eine rechnerische Prüfung nach dem Glaser-Verfahren, das den Tauwasserausfall im Bauteil mit vereinfachten Klimarandbedingungen abschätzt, bei Innendämmung oft ergänzt durch eine hygrothermische Simulation. Ohne diese Prüfung drohen bei falscher Materialwahl Bauschäden, die oft erst Jahre später sichtbar werden. Energie Optimiert erstellt dazu einen Feuchteschutznachweis, der die Konstruktion rechnerisch absichert. Mehr dazu im Ratgeber Wärmeschutznachweis für den Bauantrag.
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