Gebäudehülle & Bauphysik
sd-Wert
Der sd-Wert (wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke) beschreibt, wie stark ein Bauteil den Durchgang von Wasserdampf bremst, und ist damit das zentrale Maß für Diffusionsoffenheit.
Auch: diffusionsäquivalente Luftschichtdicke
Der sd-Wert gibt an, wie viele Meter Luftschicht denselben Diffusionswiderstand haben wie das jeweilige Bauteil. Je niedriger der Wert, desto diffusionsoffener das Material: Werte unter 0,5 Metern gelten als diffusionsoffen, ab 1.500 Metern gilt eine Schicht als diffusionsdicht, man spricht dann von einer Dampfsperre. Der sd-Wert entscheidet mit, ob eine Konstruktion Feuchtigkeit von innen nach außen austrocknen lassen kann oder ob sie eingeschlossen wird. Bei der Sanierung von Dach und Wand in Berlin und Brandenburg ist die richtige Schichtfolge der sd-Werte entscheidend, um Kondensat in der Konstruktion zu vermeiden. Rechnerisch nachgewiesen wird das über das Glaser-Verfahren. Energie Optimiert prüft die Schichtfolge im Feuchteschutznachweis und zeigt, wo Anpassungsbedarf besteht. Mehr dazu im Ratgeber Wärmeschutznachweis für den Bauantrag.
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