Energie-Grundlagen
Graue Energie
Graue Energie ist die Energiemenge, die für Herstellung, Transport, Einbau und spätere Entsorgung eines Baustoffs oder Bauteils aufgewendet wird, unabhängig vom Gebäudebetrieb.
Auch: Herstellungsenergie
Graue Energie steckt in einem Baustoff oder Bauteil, bevor es überhaupt eingebaut wird: Rohstoffgewinnung, Herstellung, Transport zur Baustelle und später Rückbau oder Entsorgung. Sie ergänzt den reinen Betriebsenergiebedarf eines Gebäudes um dessen ökologischen Rucksack und wird häufig getrennt von der Primärenergie des laufenden Betriebs betrachtet. Baustoffe unterscheiden sich hier deutlich: Holz und andere nachwachsende Dämmstoffe schneiden meist besser ab als energieintensiv hergestellte Materialien wie Aluminium oder bestimmte Dämmstoffe auf Mineralbasis. Eine Ökobilanz nach Lebenszyklusansatz erfasst graue Energie systematisch über den gesamten Gebäudelebenszyklus und wird bei Neubauten zunehmend auch förderrelevant, etwa im Rahmen von QNG. Bei der energetischen Sanierung lohnt sich daher ein Blick auf beide Größen. Mehr dazu im Ratgeber Gebäudeökobilanz (LCA): CO2-Bilanz über den Lebenszyklus.
Sie möchten Ihr Vorhaben besprechen? Kostenlose Ersteinschätzung anfragen.
Kostenlose Einschätzung anfordern100 % unverbindlich, 100 % kostenfrei