Energieausweis & Recht
Referenzgebäude
Das Referenzgebäude ist ein rechnerisches Vergleichsgebäude gleicher Geometrie und Nutzung, aus dessen berechnetem Primärenergiebedarf das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, früher GEG) den Höchstwert für das reale Gebäude ableitet.
Mehr über Referenzgebäude lesen
Das Referenzgebäude ist ein rechnerisches Modell mit exakt derselben Geometrie, Ausrichtung und Nutzung wie das reale Gebäude, jedoch mit gesetzlich festgelegten Standardwerten für Dämmung und Anlagentechnik. Das GModG legt fest, dass ein Wohngebäude-Neubau höchstens 55 Prozent des Primärenergiebedarfs seines Referenzgebäudes erreichen darf, bei Änderungen im Bestand darf der Wert nicht mehr als 40 Prozent darüber liegen. Ab dem 01.01.2027 gilt ein neu definiertes, strengeres Referenzgebäude: Neubauten dürfen dessen Wert nicht überschreiten, geänderte Wohngebäude ihn bis Ende 2029 um höchstens 50 Prozent (Stand 08.10.2026). Dieses Verfahren erlaubt gestalterische Freiheit, etwa bei der Wahl der Dämmstärke oder Heiztechnik, solange das rechnerische Gesamtergebnis eingehalten wird. Die Effizienzklasse eines Wohngebäudes im Energieausweis ergibt sich dagegen direkt aus der Endenergie, nicht aus dem Vergleich mit dem Referenzgebäude. Energie Optimiert nutzt die Referenzgebäude-Methode beim GModG-Nachweis für Neubau und Sanierung von Gebäuden in Berlin und Brandenburg.
Passende Leistung: GEG-Nachweis. Festpreis nach kostenloser Ersteinschätzung.
Zum Anfrageformular Zur Leistung