Gebäudehülle & Bauphysik
Psi-Wert
Der Psi-Wert beschreibt in W/(mK), wie viel zusätzliche Wärme über einen konkreten Bauteilanschluss verloren geht, und ist Grundlage der detaillierten Wärmebrückenberechnung.
Auch: Längenbezogener Wärmedurchgangskoeffizient
Der Psi-Wert (Ψ), auch längenbezogener Wärmedurchgangskoeffizient, beschreibt in W/(mK), wie viel zusätzliche Wärme über einen konkreten Bauteilanschluss verloren geht, etwa an einer Balkonplatte oder einer Fensterlaibung. Er wird nach DIN EN ISO 10211 rechnerisch aus einem zweidimensionalen Temperaturfeld ermittelt und ersetzt bei einer detaillierten Wärmebrückenberechnung den pauschalen Zuschlag von 0,10 W/(m²K) in der Bilanz nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, früher GEG). Ab dem 01.01.2027 richtet sich der Zuschlag nach der überarbeiteten DIN/TS 18599-2: 2025-10. Je niedriger der Psi-Wert, desto geringer der Wärmeverlust und desto unkritischer die Oberflächentemperatur mit Blick auf Schimmelrisiko. Bei gut gedämmten, konsequent durchgeplanten Anschlüssen sind Werte nahe 0 erreichbar, bei ungünstigen Details auch deutlich darüber. Gerade bei Effizienzhaus-Vorhaben lohnt sich die detaillierte Berechnung, weil sie die Bilanz oft spürbar verbessert. Für Berlin und Brandenburg berechnen wir Ihre Anschlüsse im Wärmebrückennachweis. Mehr dazu im Ratgeber Wärmebrücken: Erkennen, bewerten und richtig sanieren. Einordnung unter Wärmebrücke und Gleichwertigkeitsnachweis.
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